MES-Checkliste · Schritt 3.3.11

Detailworkshop vorbereiten

Der Detailworkshop mit dem favorisierten Anbieter dient nicht der Wiederholung der Präsentation. Er soll gezielt die noch offenen fachlichen, technischen, organisatorischen und kaufmännischen Punkte klären, die für eine sichere Beauftragung notwendig sind.

✓ Offene Punkte aus Vergleichsmatrix…✓ Kritische Anforderungen und Erweite…✓ Technische Architektur- und Schnitt…✓ Unklare Kosten, Leistungen und Anna…
Warum dieser Schritt wichtig ist

Der Detailworkshop prüft die Restunsicherheiten vor dem Angebot.

Die Vorbereitung basiert auf der gesamten bisherigen Auswahl: nicht erfüllte oder nur teilweise erfüllte Anforderungen, technische Risiken, offene Use Cases, Erweiterungen und unklare Kostenpositionen.

Je präziser diese Punkte vorbereitet sind, desto weniger Raum bleibt für allgemeine Diskussionen und desto belastbarer wird das anschließende Angebot.

Konkrete Aufgaben

Was ist zu tun?

Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.

01

Offene Punkte aus Vergleichsmatrix und Präsentationen zusammenführen.

02

Kritische Anforderungen und Erweiterungsbedarf priorisieren.

03

Technische Architektur- und Schnittstellenthemen vorbereiten.

04

Unklare Kosten, Leistungen und Annahmen aufnehmen.

05

Konkrete Nachweise oder Demonstrationen festlegen.

06

Benötigte interne und anbieterseitige Experten benennen.

07

Erwartete Ergebnisse und Dokumentationsform für jeden Agenda-Punkt definieren.

Informationsbasis

Welche Informationen sollten vorliegen?

Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.

Fachlich

Restfragen

Kritische Anforderungen, Workarounds und Prozessdetails gezielt klären.

Technik

Architektur

Schnittstellen, Infrastruktur, Migration und Betriebsmodell konkretisieren.

Leistung

Abgrenzung

Klären, was Standard, Konfiguration, Erweiterung oder kundenseitige Aufgabe ist.

Kosten

Offene Positionen

Annahmen, Mengen und noch unklare Preisbestandteile vorbereiten.

Nachweis

Demonstration

Bei kritischen Punkten konkrete Systemdarstellung oder Referenz verlangen.

Ergebnis

Verbindlichkeit

Für jeden Punkt festlegen, welche Aussage oder Unterlage nach dem Workshop vorliegen muss.

Beteiligte

Wer sollte eingebunden werden?

Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.

Projektleitung

Konsolidiert offene Punkte und strukturiert die Agenda.

Fachbereiche

Bereiten kritische fachliche Fragen vor.

IT

Definiert technische Klärungspunkte und benötigte Nachweise.

Einkauf

Bringt kaufmännische und leistungsbezogene Restfragen ein.

Typische Fehler

Was Sie vermeiden sollten.

Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.

Präsentation wiederholen

Der Workshop muss sich auf offene und kritische Punkte konzentrieren.

Agenda zu allgemein

Jeder Punkt sollte eine klare Frage und ein erwartetes Ergebnis haben.

Falsche Teilnehmer

Spezialthemen benötigen auf beiden Seiten die zuständigen Experten.

Kostenfragen auslassen

Unklare Leistungen und Annahmen führen später zu nicht vergleichbaren Angebotspositionen.

Praxis-Hinweis

Aus jeder Unsicherheit eine konkrete Workshopfrage machen.

Statt „Schnittstellen klären“ besser: Welche Daten werden über welche Schnittstelle in welcher Richtung übertragen, welche Leistung übernimmt der Anbieter und welche der Kunde? So entsteht eine bestellfähige Grundlage.

Abschlusskriterien

Woran erkennen Sie, dass Schritt 3.3.11 abgeschlossen ist?

Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.

✓

Offene Punkte vollständig

Alle entscheidungsrelevanten Restfragen sind erfasst.

✓

Agenda priorisiert

Kritische Themen stehen im Mittelpunkt und besitzen klare erwartete Ergebnisse.

✓

Experten eingeplant

Die notwendigen fachlichen, technischen und kaufmännischen Ansprechpartner nehmen teil.

Ergebnis dieses Schrittes

Der nächste Projektstand ist vorbereitet.

Der Detailworkshop ist als gezielte Klärungs- und Absicherungsstufe vorbereitet und kann die Grundlage für das bestellfähige Angebot schaffen.

Nächster Schritt3.3.12 – Detailworkshop durchführen
Arbeitsstand dokumentieren

Schritt 3.3.11 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.

Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.