Rechtliche Inhalte der NDA klären
Anbieter können zu einzelnen NDA-Klauseln Rückfragen oder Änderungsvorschläge haben. Diese Punkte müssen vor Freigabe der Ausschreibungsunterlagen durch die zuständigen rechtlichen beziehungsweise kaufmännischen Stellen geklärt werden.
Rechtliche Abweichungen gehören in einen kontrollierten Klärungsprozess.
Das Projektteam sollte rechtliche Klauseln nicht eigenständig verhandeln oder interpretieren, wenn hierfür Einkauf oder Rechtsabteilung zuständig sind.
Für den Projektfortschritt ist vielmehr wichtig, offene Punkte schnell zu identifizieren, zentral weiterzugeben und den freigegebenen Endstand je Anbieter eindeutig zu dokumentieren.
Was ist zu tun?
Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.
Rückfragen und Änderungswünsche je Anbieter sammeln.
Abweichungen gegenüber der freigegebenen Standardfassung kennzeichnen.
Punkte an Einkauf beziehungsweise Rechtsfunktion übergeben.
Entscheidungen und freigegebene Änderungen dokumentieren.
Geänderte Fassungen eindeutig versionieren.
Unterzeichnung der final abgestimmten Fassung nachhalten.
Projektteam über den Freigabestatus informieren.
Welche Informationen sollten vorliegen?
Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.
Änderungsvorschläge
Anbieterkommentare eindeutig gegenüber dem Standardtext kenntlich machen.
Rechtsprüfung
Festlegen, wer rechtliche Aussagen prüfen und verbindlich freigeben darf.
Dokumentenstand
Jede abgestimmte Fassung eindeutig kennzeichnen.
Freigabe
Akzeptierte und abgelehnte Änderungen nachvollziehbar dokumentieren.
Auswirkung
Rechtliche Klärungen so steuern, dass der Ausschreibungsstart nicht unnötig verzögert wird.
Teilnahme
Nur Anbieter mit geklärtem NDA-Status für die nächste Stufe berücksichtigen.
Wer sollte eingebunden werden?
Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.
Einkauf
Führt den kaufmännisch-formalen Abstimmungsprozess.
Recht / Legal
Bewertet und formuliert rechtlich verbindliche Inhalte.
Projektleitung
Steuert Status, Termine und Auswirkungen auf die Ausschreibung.
Anbieter
Liefert Änderungsvorschläge und bestätigt die final abgestimmte Fassung.
Was Sie vermeiden sollten.
Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.
Rechtsfragen sollten von den dafür zuständigen Stellen bewertet werden.
Bei mehreren Fassungen muss jederzeit klar sein, welche Version verbindlich ist.
Abweichende NDA-Fassungen müssen später nachvollziehbar bleiben.
Vertrauliche Unterlagen sollten erst nach dem festgelegten Freigabestatus versendet werden.
Rechtsprüfung als klaren Eskalationsweg organisieren.
Definieren Sie vorab, an wen rechtliche Rückfragen gehen und wer die finale Freigabe erteilt. Das Projektteam steuert Termin und Status – nicht die juristische Bewertung.
Woran erkennen Sie, dass Schritt 3.1.4 abgeschlossen ist?
Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.
Rückfragen geklärt
Für jeden Anbieter sind offene Klauseln entschieden oder abgeschlossen.
Version eindeutig
Die final gültige NDA-Fassung ist nachvollziehbar gekennzeichnet.
Freigabestatus vorhanden
Es ist klar, welcher Anbieter die Voraussetzung für die Ausschreibung erfüllt.
Der nächste Projektstand ist vorbereitet.
Die rechtlichen NDA-Themen sind geklärt und die Teilnahmevoraussetzung kann je Anbieter eindeutig bewertet werden.
Schritt 3.1.4 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.
Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.
