MES-Anforderungen im Lastenheft definieren
Aus Prozessen, Problemen und Workshop-Ergebnissen werden jetzt konkrete, prüfbare Anforderungen an das zukünftige MES. Entscheidend ist, dass ein Anbieter eindeutig beurteilen kann, ob und wie seine Lösung den Bedarf erfüllt.
Präzise Anforderungen schaffen später Vergleichbarkeit.
Unklare Formulierungen führen zu unklaren Antworten. Ein Lastenheft muss den Bedarf des Unternehmens beschreiben, ohne vorschnell die technische Lösung eines bestimmten Anbieters vorzugeben.
Zusätzlich werden Anforderungen gewichtet, Einführungsstufen festgelegt und das Mengengerüst vervollständigt. So entsteht eine belastbare Grundlage für Ausschreibung und Auswahl.
Was ist zu tun?
Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.
Anforderungen aus den Workshops vollständig übernehmen.
Jede Anforderung eindeutig und verständlich formulieren.
Pro Anforderung möglichst einen klaren Sachverhalt beschreiben.
Funktionale, technische und organisatorische Anforderungen sauber zuordnen.
Schnittstellenanforderungen konkretisieren.
Anforderungen mit A/B/C/O gewichten und Einführungsstufen festlegen.
Mengengerüst vervollständigen sowie Doppelungen und Widersprüche beseitigen.
Welche Informationen sollten vorliegen?
Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.
Prozessbedarf
Was soll der zukünftige Prozess können oder welche Information wird benötigt?
Integration
Schnittstellen, Infrastruktur, Datenhaltung, Betrieb und technische Rahmenbedingungen.
A/B/C/O
Kritisch, wichtig, nice to have und optional bewusst unterscheiden.
Stufen
Festlegen, welche Anforderungen in welcher Umsetzungsstufe benötigt werden.
Dimensionierung
Maschinen, Benutzer, Standorte und andere relevante Mengen korrekt erfassen.
Eindeutigkeit
Formulierungen so gestalten, dass Anbieter einen klaren Erfüllungsgrad angeben können.
Wer sollte eingebunden werden?
Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.
Fachverantwortliche
Prüfen Inhalt, Vollständigkeit und fachliche Richtigkeit ihrer Anforderungen.
Key User
Sichern Praxisnähe und berücksichtigen relevante Sonderfälle.
IT
Prüft technische, integrative und betriebliche Anforderungen.
Projektleitung
Vereinheitlicht Formulierungen, Gewichtung und Dokumentstruktur.
Was Sie vermeiden sollten.
Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.
„Gute Feinplanung“ oder „einfache Bedienung“ sind ohne konkrete Kriterien kaum bewertbar.
Das Lastenheft beschreibt den Bedarf; die technische Umsetzung bewertet der Anbieter.
Fehlende Priorisierung verhindert eine differenzierte Auswahl und treibt Kosten.
Ein Anbieter muss jeden Sachverhalt eindeutig beantworten können.
Bei jeder Anforderung an die spätere Anbieterantwort denken.
Fragen Sie: Kann ein Anbieter diese Position eindeutig mit „erfüllt“, „mit Konfiguration“, „mit Erweiterung“ oder „nicht erfüllt“ beantworten und seine Aussage erklären? Wenn nicht, sollte die Anforderung präzisiert werden.
Woran erkennen Sie, dass Schritt 2.7 abgeschlossen ist?
Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.
Inhalte vollständig
Alle relevanten Workshop-Ergebnisse sind in Anforderungen überführt.
Bewertung vorhanden
Priorität und Einführungsstufe sind für jede wichtige Position festgelegt.
Anforderungen prüfbar
Fachbereiche und spätere Anbieter können die Aussagen eindeutig verstehen.
Der nächste Projektstand ist vorbereitet.
Ein fachlich vollständiger Entwurf des MES-Lastenhefts mit nachvollziehbaren Anforderungen, Prioritäten, Einführungsstufen und Mengengerüst liegt vor.
Mit dem passenden Werkzeug strukturiert weiterarbeiten.
Die Lastenheft-App unterstützt die strukturierte Definition, Priorisierung und Dokumentation der MES-Anforderungen. Die Ergebnisse können später direkt für die Softwareauswahl weiterverwendet werden.
Schritt 2.7 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.
Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.
