MES-Projektteam definieren
Nach der Projekt- und Budgetfreigabe beginnt die fachliche Vorbereitung des MES-Lastenhefts. Dafür wird ein arbeitsfähiges Projektteam benötigt, das die betroffenen Unternehmensbereiche ausreichend abbildet und verbindlich Entscheidungen treffen kann.
Ein MES-Projekt braucht die richtigen Perspektiven am Tisch.
Ein Lastenheft kann nur so gut sein wie die Informationen, die in seine Erstellung einfließen. Produktion, Planung, Qualität und IT betrachten dieselben Prozesse aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Ein klar definiertes Kernteam schafft Kontinuität, während Spezialisten gezielt für einzelne Themen hinzugezogen werden können.
Was ist zu tun?
Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.
Projektleitung und internen Auftraggeber benennen.
Betroffene Fachbereiche bestimmen.
Geeignete Vertreter und Key User auswählen.
IT-Verantwortliche und technische Ansprechpartner einbeziehen.
Rollen, Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse festlegen.
Themenbezogene Spezialisten für einzelne Workshops vormerken.
Zeitliche Verfügbarkeit für Workshops und Reviews abstimmen.
Welche Informationen sollten vorliegen?
Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.
Projektgrenzen
Standorte, Produktionsbereiche und geplante MES-Themen bestimmen den Teilnehmerkreis.
Rollen
Projektleitung, Auftraggeber, Kernteam und Fachansprechpartner klar trennen.
Prozesswissen
Nicht nur Hierarchie, sondern tatsächliche Prozesskenntnis bei der Auswahl berücksichtigen.
Befugnisse
Klären, wer Anforderungen freigeben und offene Punkte verbindlich entscheiden darf.
Verfügbarkeit
Projektmitarbeit muss zeitlich realistisch neben dem Tagesgeschäft möglich sein.
Ansprechpartner
Zuständigkeiten so dokumentieren, dass Rückfragen schnell zugeordnet werden können.
Wer sollte eingebunden werden?
Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.
Produktion
Bringt reale Fertigungsabläufe und operative Anforderungen ein.
Planung / AV
Vertritt Auftragssteuerung, Feinplanung und organisatorische Abläufe.
Qualität
Deckt Prüfprozesse, Rückverfolgbarkeit und qualitätsrelevante Anforderungen ab.
IT
Verantwortet Systemlandschaft, Schnittstellen, Infrastruktur und technische Rahmenbedingungen.
Projektleitung
Hält Entscheidungen, offene Punkte und den gemeinsamen Arbeitsstand zusammen.
Was Sie vermeiden sollten.
Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.
Fachliche Anforderungen entstehen überwiegend in den operativen Prozessen.
Erfahrene Anwender kennen viele relevante Details und Sonderfälle.
Unklare Verantwortlichkeiten verlängern Workshops und Entscheidungen.
Projektarbeit zusätzlich zum Tagesgeschäft ohne Entlastung führt schnell zu Engpässen.
Kernteam und Themenexperten bewusst trennen.
Das Kernteam sorgt für Kontinuität und Entscheidungen. Spezialisten werden gezielt hinzugezogen, wenn ihr Prozess oder Fachgebiet bearbeitet wird. So bleiben Workshops arbeitsfähig, ohne wichtiges Detailwissen zu verlieren.
Woran erkennen Sie, dass Schritt 2.1 abgeschlossen ist?
Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.
Kernteam steht
Projektleitung, Auftraggeber und zentrale Fachvertreter sind benannt.
Rollen sind klar
Jeder Beteiligte kennt Aufgabe und Entscheidungsbefugnis.
Verfügbarkeit ist geklärt
Workshops und Reviews können realistisch geplant werden.
Der nächste Projektstand ist vorbereitet.
Ein dokumentiertes und arbeitsfähiges MES-Projektteam steht bereit. Damit kann die organisatorische Vorbereitung der Lastenhefterstellung beginnen.
Schritt 2.1 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.
Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.
