Vorentscheidung für MES-Favoriten treffen
Nach Ausschreibung und Anbieterpräsentationen liegt eine breite Bewertungsbasis vor. Das Projektteam trifft jetzt eine Vorentscheidung, welche Lösung fachlich, technisch und wirtschaftlich als Favorit in die vertiefte Klärung gehen soll.
Der Favorit muss in Daten und Praxis überzeugen.
Die Vorentscheidung verbindet Erfüllungsgrad, Use-Case-Bewertung, technische Passung, Kosten und Projektrisiken. Ein reiner Gesamtpunktwert ist dabei Orientierung, aber nicht die einzige Entscheidungsebene.
Offene kritische Fragen werden bewusst gesammelt und im folgenden Detailworkshop mit dem Favoriten geprüft.
Was ist zu tun?
Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.
Gesamtranking aus Ausschreibung und Präsentationen prüfen.
Kritische A-Anforderungen und offene Use Cases erneut betrachten.
Technische Risiken und Integrationsaufwand bewerten.
Gesamtkosten und Erweiterungsbedarf einbeziehen.
Referenzen und Projektvorgehen ergänzend berücksichtigen.
Favoritenentscheidung im Projektteam diskutieren und dokumentieren.
Offene Restfragen für den Detailworkshop ableiten.
Welche Informationen sollten vorliegen?
Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.
Gesamterfüllung
Schriftliche und gezeigte Erfüllung gemeinsam betrachten.
Integration
Schnittstellen, Architektur und Betriebsmodell in die Vorentscheidung einbeziehen.
Gesamtaufwand
Preis gemeinsam mit Leistungsumfang und Anpassungsbedarf bewerten.
Offene Punkte
Ungeklärte kritische Themen bewusst als Prüfauftrag für den Detailworkshop führen.
Vorgehen
Einführungsansatz, Ressourcen und Zusammenarbeit ergänzend berücksichtigen.
Begründung
Dokumentieren, warum der Favorit im Gesamtbild vorne liegt.
Wer sollte eingebunden werden?
Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.
Projektteam
Trifft die fachlich und technisch getragene Vorentscheidung.
Auftraggeber
Bewertet das Gesamtbild aus Projekt- und Unternehmenssicht.
IT
Bestätigt, dass technische Risiken beherrschbar erscheinen.
Einkauf
Bringt Kosten- und Verhandlungsaspekte in die Vorbereitung der nächsten Stufe ein.
Was Sie vermeiden sollten.
Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.
Kritische Restfragen und qualitative Risiken müssen ebenfalls betrachtet werden.
Die Vorentscheidung stützt sich auf die gesamte dokumentierte Auswahlbasis.
Unsicherheiten gehören als konkrete Prüfaufgaben in den Detailworkshop.
Die Entscheidung muss auch später gegenüber Management und Einkauf nachvollziehbar bleiben.
Vorentscheidung und endgültige Beauftragung bewusst trennen.
Der Favorit ist noch nicht automatisch der endgültige Auftragnehmer. Der Detailworkshop dient dazu, kritische Punkte zu bestätigen und die Basis für ein belastbares, bestellfähiges Angebot zu schaffen.
Woran erkennen Sie, dass Schritt 3.3.10 abgeschlossen ist?
Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.
Favorit bestimmt
Das Projektteam kann einen bevorzugten Anbieter nachvollziehbar benennen.
Risiken bekannt
Kritische Restpunkte und offene Zusagen sind dokumentiert.
Prüfauftrag steht
Die Themen für den Detailworkshop sind aus der Vorentscheidung abgeleitet.
Der nächste Projektstand ist vorbereitet.
Eine belastbare Vorentscheidung liegt vor. Der favorisierte Anbieter kann nun in einem gezielten Detailworkshop auf die entscheidenden offenen Punkte geprüft werden.
Schritt 3.3.10 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.
Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.
