MES-Anbieterpräsentationen moderieren und bewerten
In den Präsentationen zeigen die Shortlist-Anbieter ihre Lösung anhand der vorgegebenen Use Cases. Die Moderation sorgt dafür, dass Zeit, Agenda und Bewertung für alle Anbieter vergleichbar bleiben.
Nicht die beste Produktshow gewinnt, sondern die beste Passung zu den Anforderungen.
Jeder Anbieter erhält dieselbe Zeit und dieselben Aufgaben. Das Projektteam bewertet die gezeigten Use Cases nach dem vereinbarten Schema und trennt konkrete Beobachtungen vom allgemeinen Präsentationseindruck.
Besonders wichtig ist, kritisch nachzufragen, wenn Abläufe nur beschrieben statt im System gezeigt werden oder wenn Erweiterungen beziehungsweise manuelle Umwege notwendig sind.
Was ist zu tun?
Bearbeiten Sie die Aufgaben in dieser Reihenfolge und dokumentieren Sie Entscheidungen sowie offene Punkte nachvollziehbar.
Präsentation nach dem freigegebenen Leitfaden moderieren.
Zeit und Agenda für alle Anbieter identisch steuern.
Use Cases tatsächlich im System zeigen lassen.
Unklare Erfüllung oder Workarounds gezielt hinterfragen.
Jeden Use Case unmittelbar nach vereinbarter Skala bewerten.
Besondere Stärken, Schwächen und offene Punkte dokumentieren.
Direkt nach dem Termin eine kurze interne Feedbackrunde durchführen.
Welche Informationen sollten vorliegen?
Die folgenden Informationen helfen, den Schritt fachlich fundiert und ohne unnötige Rückfragen zu bearbeiten.
Demonstration
Die konkrete Umsetzung im System ist wichtiger als eine theoretische Aussage.
Bewertung
Zum Beispiel ++ / + / – / — für alle Teilnehmer einheitlich anwenden.
Workaround
Manuelle Schritte, Zusatzmodule oder Erweiterungen sichtbar dokumentieren.
Klärung
Kritische Szenarien und offene Ausschreibungspunkte gezielt prüfen.
Trennung
Professionelle Präsentation nicht mit fachlicher Eignung verwechseln.
Direkt danach
Einzelbewertungen sichern, bevor die Gruppendiskussion den persönlichen Eindruck verändert.
Wer sollte eingebunden werden?
Beziehen Sie nur die Rollen ein, die für diesen Schritt fachlich, technisch oder organisatorisch wirklich erforderlich sind.
Moderator
Hält Agenda, Zeit und Gleichbehandlung der Anbieter ein.
Fachbereiche
Bewerten die Use Cases aus Prozess- und Anwendersicht.
IT
Bewertet technische Umsetzung, Integration und erkennbare Risiken.
Projektleitung
Dokumentiert offene Punkte und sorgt für die vollständige Bewertungsbasis.
Was Sie vermeiden sollten.
Diese Fehler führen häufig zu unnötigem Aufwand, fehlender Vergleichbarkeit oder späteren Projektrisiken.
Dann zeigt der Anbieter seine Stärken statt Ihre relevanten Anforderungen.
Wichtige Use Cases sollten möglichst im System demonstriert werden.
Gruppendynamik kann individuelle Beobachtungen überlagern.
Vergleichbarkeit braucht denselben Rahmen.
Auch kritische Situationen demonstrieren lassen.
Maschinenstillstand, Qualitätsabweichung, fehlendes Material oder kurzfristige Umplanung zeigen oft mehr über Flexibilität und Bedienbarkeit einer Lösung als der störungsfreie Standardprozess.
Woran erkennen Sie, dass Schritt 3.3.8 abgeschlossen ist?
Der Schritt ist abgeschlossen, wenn die folgenden drei Aussagen belastbar beantwortet beziehungsweise erfüllt sind.
Use Cases gezeigt
Die vereinbarten Szenarien wurden vollständig bearbeitet oder Abweichungen dokumentiert.
Bewertungen vorhanden
Jeder relevante Punkt ist nach derselben Skala bewertet.
Feedback gesichert
Stärken, Schwächen und offene Fragen sind unmittelbar nach dem Termin festgehalten.
Der nächste Projektstand ist vorbereitet.
Eine belastbare Präsentationsbewertung je Anbieter liegt vor. Sie kann nun strukturiert in die zentrale Vergleichsmatrix übernommen werden.
Mit dem passenden Werkzeug strukturiert weiterarbeiten.
Die Auswahl-App unterstützt die strukturierte Vorbereitung, Bewertung und Dokumentation des Anbietervergleichs auf Basis des freigegebenen Lastenhefts.
Schritt 3.3.8 direkt in der MES-Checkliste bearbeiten.
Die Fachseite erklärt Vorgehen, Beteiligte und typische Fehler. In der kostenfreien App dokumentieren Sie Status, Verantwortlichen, Termin, Notizen und offene Punkte.
