Energiemanagement im MES

MES-Modul · Produktion

Energiemanagement im MES

Energieverbrauch mit Maschinen, Aufträgen und Produktionsmengen verbinden.

Aufgaben, Praxisbeispiel und Nutzen – mit konkreten Prüfpunkten für Ihre MES-Auswahl und Ihr Lastenheft.

✓ Anbieterneutral✓ Praxisbeispiel✓ Lastenheft-Prüfpunkte
Einordnung

Was ist Energiemanagement?

Energiemanagement im MES erfasst und bewertet Energieverbrauch im Produktionskontext. Verbrauchswerte werden beispielsweise Maschinen, Zeiträumen oder Aufträgen zugeordnet. Dadurch lassen sich energetische Auffälligkeiten gezielter untersuchen als mit einem Gesamtwert für das Werk.

Aufgaben

Welche Aufgaben übernimmt das Modul im MES?

  • Verbrauch und Lastverläufe erfassen.
  • Energiedaten mit Produktionszuständen verknüpfen.
  • Vergleichbare Verbrauchskennzahlen für Maßnahmen bereitstellen.
Ausgangssituation

Welche Probleme lassen sich damit lösen?

  • Der Gesamtverbrauch ist bekannt, seine Ursachen in der Fertigung nicht.
  • Verbrauch während Stillstand und Produktion wird nicht unterschieden.
  • Vergleiche berücksichtigen Produktmix und Mengen nicht ausreichend.
Praxisbeispiel

Wie funktioniert Energiemanagement in der Praxis?

Ein Messgerät liefert den Stromverbrauch einer Anlage. Das MES verbindet die Werte mit Laufzustand und bearbeitetem Auftrag. Die Auswertung vergleicht Verbrauch je Gutteil bei vergleichbaren Bedingungen. Eine auffällige Grundlast wird anschließend vor Ort untersucht. Ein weiteres Beispiel sind Lastspitzen, wenn viele Anlagen nach einer Pause gleichzeitig starten. Dabei ist die kurzfristig benötigte Leistung von der über einen Zeitraum verbrauchten Energiemenge zu unterscheiden. Die Auswertung zeigt, wann solche Spitzen auftreten. Anschließend lässt sich prüfen, ob zeitversetztes Starten zum Produktionsablauf passt und die gewünschte Wirkung erzielt.

Betrieblicher Nutzen

Welchen Nutzen bietet das Modul?

  • Besser lokalisierbare Verbrauchsschwerpunkte.
  • Nachvollziehbare Vergleiche von Maschinen und Betriebszuständen.
  • Eine Datengrundlage zur Prüfung der Wirkung von Energiemaßnahmen.
  • Lastspitzen und unnötigen Verbrauch in Stillstandszeiten gezielter untersuchen.

Der tatsächliche Nutzen hängt von Ausgangssituation, Datenqualität und Nutzung im Betrieb ab. Bewerten Sie die erwartete Verbesserung vor der Softwareauswahl.

Funktionsumfang

Welche typischen Funktionen gehören dazu?

  • Übernahme von Zählerständen und Messwerten.
  • Zeit- und Ressourcenbezug von Verbräuchen.
  • Lastgang- und Verbrauchsauswertungen.
  • Grenzwertmeldungen oder Lastmanagement, sofern im Umfang enthalten.

Der konkrete Umfang unterscheidet sich je nach MES-Lösung. Prüfen Sie die benötigten Abläufe anhand eigener Beispiele.

Datenbasis

Welche Daten werden benötigt und erzeugt?

Benötigte Daten

  • Messwerte, Einheiten und Messstellen
  • Zeitraster und Zählerregeln
  • Produktionszustände, Aufträge und Mengen

Erzeugte Informationen

  • Verbrauchs- und Lastverläufe
  • Zuordnung zu Anlagen und Aufträgen
  • Kennzahlen wie Energieverbrauch je Gutteil
Zusammenspiel

Mit welchen MES-Modulen und Systemen arbeitet es zusammen?

Messsysteme liefern Energiedaten. MDE und BDE schaffen den Produktionsbezug. Ein übergeordnetes Energiemanagementsystem kann Berichte und weitere Aufgaben übernehmen.

Einsatz beurteilen

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Das Modul ist sinnvoll, wenn relevante Energieverbräuche in der Produktion entstehen und Maßnahmen auf Basis zugeordneter Messdaten bewertet werden sollen.

MES-Auswahl

Was sollte bei der Auswahl eines MES beachtet werden?

  • Welche Verbraucher können ausreichend genau gemessen werden?
  • Wie werden gemeinsame Zähler mehreren Anlagen zugeordnet?
  • Welche Funktionen liefert das MES selbst und welche ein Zusatzsystem?

Fordern Sie eine Demonstration mit Ihren eigenen Abläufen und Daten. Klären Sie dabei, was im Standard enthalten ist und welche Schnittstellen, Zusatzlösungen oder Anpassungen erforderlich sind.

Anforderungen

Welche Anforderungen gehören ins MES-Lastenheft?

  • Messstellen, Energieträger und Erfassungsintervalle festlegen.
  • Zuordnungs- und Vergleichsregeln definieren.
  • Auswertungen, Grenzwerte und erforderliche Schnittstellen beschreiben.
  • Verbrauch und Leistungsbedarf getrennt auswerten sowie gewünschte Meldungen bei Lastspitzen definieren.

Beschreiben Sie je Anforderung den Ablauf, die Rahmenbedingungen und das erwartete Ergebnis. Legen Sie außerdem fest, wie die Erfüllung später geprüft werden soll.

MES-Lastenheft vorbereiten →
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Energiemanagement

Senkt ein MES automatisch den Energieverbrauch?

Nein. Es liefert Daten und kann vereinbarte Steuerungsfunktionen unterstützen. Einsparungen entstehen durch überprüfte betriebliche oder technische Maßnahmen.

Ersetzt das Modul ein umfassendes Energiemanagementsystem?

Nicht automatisch. Der MES-Bezug liegt in der Produktion. Weitere Anforderungen und Nachweise müssen gesondert mit dem angebotenen Umfang abgeglichen werden.

Was unterscheidet Energieverbrauch und Lastspitze?

Der Energieverbrauch beschreibt die verbrauchte Energiemenge über einen Zeitraum, bei Strom beispielsweise in kWh. Eine Lastspitze ist ein hoher Leistungsbedarf, beispielsweise in kW, innerhalb des betrachteten Messintervalls. Beide Größen beantworten unterschiedliche Fragen zur Energienutzung.

Anbieter eingrenzen

Passende MES-Anbieter für dieses Modul finden

Im Finder ist das Modul vorausgewählt. Ergänzen Sie Ihre weiteren Kriterien und starten Sie die Suche. Die Vorauswahl ersetzt die Prüfung Ihrer konkreten Anforderungen nicht.