Personaleinsatzplanung (PEP) im MES
Mitarbeiter passend zu Bedarf, Verfügbarkeit und Qualifikation einplanen.
Aufgaben, Praxisbeispiel und Nutzen – mit konkreten Prüfpunkten für Ihre MES-Auswahl und Ihr Lastenheft.
Was ist Personaleinsatzplanung (PEP)?
Die Personaleinsatzplanung (PEP) ordnet verfügbare Mitarbeiter dem Personalbedarf der Fertigung zu. Sie berücksichtigt Schichten, Arbeitsplätze, erforderliche Qualifikationen und bekannte Abwesenheiten. Im MES kann der Bedarf aus geplanten Aufträgen und Maschinenbelegungen abgeleitet werden.
Welche Aufgaben übernimmt das Modul im MES?
- Personalbedarf je Schicht und Arbeitsplatz abdecken.
- Qualifikationen und Verfügbarkeit bei der Zuordnung berücksichtigen.
- Unter- und Überbesetzung erkennen und Änderungen koordinieren.
Welche Probleme lassen sich damit lösen?
- Maschinen sind geplant, aber geeignetes Personal fehlt.
- Qualifikationen werden nur über Erfahrungswissen berücksichtigt.
- Kurzfristige Ausfälle erfordern viele Telefonate und Planänderungen.
Wie funktioniert Personaleinsatzplanung (PEP) in der Praxis?
Für die kommende Schicht werden drei Arbeitsplätze mit bestimmten Qualifikationen benötigt. Der Planer ordnet verfügbare Mitarbeiter zu. Ein bekannter Ausfall wird berücksichtigt; eine fehlende Qualifikation wird als Konflikt sichtbar. Der freigegebene Plan zeigt die Einsatzorte und bleibt bei Änderungen nachvollziehbar. Die Anzahl anwesender Mitarbeiter allein reicht für die Besetzungsentscheidung nicht aus. Ein erforderlicher Qualifikationsnachweis kann beispielsweise abgelaufen sein. Bei Mehrmaschinenbedienung wird außerdem nur ein Teil der verfügbaren Zeit je Maschine benötigt. Diese Zeitanteile müssen so geplant werden, dass sich gleichzeitig erforderliche Tätigkeiten nicht überschneiden.
Welchen Nutzen bietet das Modul?
- Früher erkennbare Besetzungs- und Qualifikationslücken.
- Bessere Abstimmung von Maschinen- und Personalkapazität.
- Weniger manuelle Abstimmung bei Schichtänderungen.
- Qualifikation und tatsächlichen Zeitbedarf berücksichtigen, statt ausschließlich die Schichtstärke zu vergleichen.
Der tatsächliche Nutzen hängt von Ausgangssituation, Datenqualität und Nutzung im Betrieb ab. Bewerten Sie die erwartete Verbesserung vor der Softwareauswahl.
Welche typischen Funktionen gehören dazu?
- Schicht- und Arbeitsplatzzuordnung.
- Qualifikationsmatrix mit Gültigkeiten.
- Bedarfs-, Verfügbarkeits- und Konfliktanzeige.
- Vertretungsplanung und Planfreigabe.
- Anteiliges Einplanen von Personal bei Mehrmaschinenbedienung mit Prüfung zeitlicher Konflikte.
Der konkrete Umfang unterscheidet sich je nach MES-Lösung. Prüfen Sie die benötigten Abläufe anhand eigener Beispiele.
Welche Daten werden benötigt und erzeugt?
Benötigte Daten
- Personalbedarf je Arbeitsplatz und Schicht
- Verfügbarkeiten und Abwesenheiten
- Qualifikationen und Einsatzregeln
Erzeugte Informationen
- Schicht- und Einsatzpläne
- Besetzungslücken und Konflikte
- Zuordnung von Mitarbeitern zu Ressourcen
Mit welchen MES-Modulen und Systemen arbeitet es zusammen?
Auftragsfeinplanung liefert den Fertigungsbedarf. Personalverwaltung und PZW liefern Verfügbarkeiten; PZE kann tatsächliche Anwesenheit ergänzen.
Wann ist der Einsatz sinnvoll?
PEP ist sinnvoll, wenn wechselnde Bedarfe, Qualifikationen und Abwesenheiten die Besetzung der Fertigung wesentlich beeinflussen.
Was sollte bei der Auswahl eines MES beachtet werden?
- Wie detailliert ist der Bedarf je Arbeitsplatz bekannt?
- Wie werden Mehrfachqualifikationen und Ablaufdaten geprüft?
- Wie wird auf kurzfristige Ausfälle reagiert?
Fordern Sie eine Demonstration mit Ihren eigenen Abläufen und Daten. Klären Sie dabei, was im Standard enthalten ist und welche Schnittstellen, Zusatzlösungen oder Anpassungen erforderlich sind.
Welche Anforderungen gehören ins MES-Lastenheft?
- Bedarfsableitung, Schichten und Besetzungsregeln beschreiben.
- Qualifikationen, Gültigkeiten und Datenverantwortung festlegen.
- Planänderung, Freigabe und Übergabe an die Fertigung definieren.
- Zeitanteile bei Mehrmaschinenbedienung und gleichzeitig erforderliche Tätigkeiten wie Rüsten und Überwachen beschreiben.
Beschreiben Sie je Anforderung den Ablauf, die Rahmenbedingungen und das erwartete Ergebnis. Legen Sie außerdem fest, wie die Erfüllung später geprüft werden soll.
MES-Lastenheft vorbereiten →Häufige Fragen zu Personaleinsatzplanung (PEP)
Ist Schichtplanung Bestandteil von PEP?
Sie kann dazugehören. PEP umfasst darüber hinaus die Zuordnung von Mitarbeitern zu konkretem Bedarf und Qualifikationsanforderungen. Der gewünschte Umfang muss benannt werden.
Reicht die Anwesenheit für eine Einsatzzuordnung?
Nein. Zusätzlich sind beispielsweise Qualifikation, Verfügbarkeit für den Arbeitsplatz und die vereinbarten Einsatzregeln zu berücksichtigen.
Wie wird Mehrmaschinenbedienung in der PEP berücksichtigt?
Ein Mitarbeiter wird mit passenden Zeitanteilen mehreren Maschinen zugeordnet. Dabei muss geprüft werden, wann seine Anwesenheit tatsächlich benötigt wird. Eine rechnerisch ausreichende Gesamtzeit genügt nicht, wenn mehrere Maschinen gleichzeitig betreut oder eingerichtet werden müssen.
Passende MES-Anbieter für dieses Modul finden
Im Finder ist das Modul vorausgewählt. Ergänzen Sie Ihre weiteren Kriterien und starten Sie die Suche. Die Vorauswahl ersetzt die Prüfung Ihrer konkreten Anforderungen nicht.
